Anstand

April 18th, 2011 § 4 Kommentare

Nachdem ich im letzten Jahr dieses Buch gelesen habe, fiel mir Samstag in der Bahnhofsbuchhandlung jenes in die Hände. Schonmal drüber gelesen, soll ganz gut sein, hab eh grad nichts zum Lesen, passt.

Warnung: nicht lesen, wenn man nichts an seinem Leben ändern möchte.

Durch die Fastenzeit (Elmar & ich sind katholisch und fasten bis Ostern dieses Jahr Fleisch, mit Ausnahme des Fastenbrechens jeden Sonntag) habe ich mich ohnehin daran gewöhnt, dass es a) erstaunlich gut ohne Fleisch geht und b) wesentlich einfacher ist, sich in Restaurants für ein Gericht zu entscheiden, zwei Drittel der Karte kann man nämlich ignorieren.

Ich bin noch in der Selbstfindungsphase ehrlich gesagt: nur noch Biofleisch? Egal welches Fleisch, aber dafür nur einmal im Monat? Vegetarisch? Ist Fisch okay? Oder gar nichts vom Tier? Auf jeden Fall: wesentlich weniger Fleisch, dafür, wenn überhaupt, ausgesuchtes. Und, eigentlich, wenn ich so in mich reinhöre, kein Fleisch aus Massentierhaltung, gar nicht. Diese Industrie will ich nicht unterstützen. Das wiederum führt wohl dazu, in Zukunft zumindest vegetarisch zu leben. Biofleisch (aus Hemhofen oder maximal vom ebl) müßte ich selbst zubereiten, in Nürnberg gibt’s nicht soviele Restaurants mit demeter-Fleisch oder Ähnlichem). Ob ich weiterhin Fisch, Eier und Milchprodukte essen möchte, muß ich für mich noch herausfinden.

Phase 1: heutiges Mittagessen, Einkauf im DM.
Alnatura Saatenknäcke – erstaunlich lecker. Alnatura Soja-Aufstrich “wie Leberwurst” – geht so. Bisschen arg wie Brühwürfel, aber durchaus lecker. Was ich  nicht verstehe, ist, warum “wie Wurst” auf manchen Sachen draufstehen muß. Dann erwarte ich doch auch Wurstgeschmack, und der kann mir eh nicht gegeben werden. Was spricht gegen “wie Sojaaufstrich, würzig”? Alnatura Olive-Paprika – kann man auch haben.

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§ 4 Antworten auf Anstand

  • Alenn sagt:

    Also ehrlich gesagt wenn Du Dich gegen Fleisch entscheidest ,ausser Bio Fleisch muss Du Dich auch gegen Fisch entscheiden ,weil da ist es auch nicht besser .Die Meere werden immer mehr leer gefischt und ob die Meeresfische bei den ganzen Katastrophen wirklich noch so gesund sind wage ich auch zu bezweifeln.Hier könntest Du auf Zuchtfische ausweichen …oder selber an kleinen Zuchtseen angeln???

  • SB sagt:

    Ja, das ist spannenderweise auch eine der Erfahrungen, die die Autorin gemacht hat: Wenn du beschließt, etwas an deiner Ernährung zu ändern, wird es immer Leute geben, die sagen “dann mußt du aber konsequenterweise auch dieses oder jenes machen”. Das geht über bio-Esser, Vegetarier bis hin zu Veganern. Schluß scheint erst bei den Frutariern zu sein, die nicht mehr versuchen, jemand anderen “bessern” zu wollen, sondern einfach nur ihre Lebensweise leben.
    Zum konkreten Thema: Ich kaufe auch Bio-Fisch, verzichten möchte ich darauf (noch) nicht.

  • Hehe, da musste ich auch dran denken, aber lass Dir gesagt sein: am besten erst mal ausblenden. Die meisten “wenn du schon dann musst du auch”-Sprüche kommen von Typen, die bei ihrem täglichen Konsum überhaupt keine moralischen Grenzen setzen, die soliden erst mal selbst klarkommen.

    Viele Grüße,
    Ciao Jan

  • Corinna sagt:

    Ich hatte diese Entscheidung ,nachdem ich das Buch “Tiere essen” gelesen habe. Erstmal war für mich bzw meine Familie auch nur mehr Biofleisch angesagt, das natürlich seltener. Aber da man sich, sobald man sich auf dieses große Thema einlasst,immer “weiterbildet” und ständig neue schlimme Erkenntnisse sammelt, führt dann eins zum anderen, so wars jedenfalls bei mir/uns. Es dauerte kaum ein paar Wochen, und mein Mann (der zuerst überhaupt nicht Vegetarier werden wollte, da er ein Fleischgeniesser war), meine jüngere Tochter (die Ältere war immer schon Vegetarier) und ich entschieden uns fürs absolut fleichfreie Dasein, und mittlerweile versuchen wir auch, Milchprodukte weitgehend zu vermeiden. Wenn dann Bio vom Bauernmarkt, aber nur selten. (ist außerdem viel gesundheitsfördernder!) .
    Das ist eine “Reise zu sich selbst”, da braucht man sich vorher gar nicht den Kopf zu zerbrechen, denn sobald man sensibilisiert ist für das Thema Massentierhaltung…, hört man zukünftig genauer hin und will nicht selbst teil dieser Maschinerie werden.
    Alles Gute!!!

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